Sport ist im Trend. Ob Fitness, Ausdauertraining oder Trendsportarten: Wer etwas für seinen Körper und seinen Geist tun möchte, betätigt sich sportlich. Doch ohne das passende Equipment und die richtige Kleidung kann das Sportvergnügen schnell zum Frust werden. Waren früher noch schlabbernde Jogginghosen und T-Shirts angesagt, möchten frau und man heute auch beim Sport gut angezogen sein. Dabei darf auch die Funktionalität nicht zu kurz kommen. Wie aber findet man in dem Dschungel an Sportbekleidung das richtige Outfit für sich? Und welche Unterschiede gibt es bei den einzelnen Sportarten? Damit du dich bei der riesigen Auswahl nicht komplett verirrst, verrate ich dir, worauf es beim Kauf letztlich ankommt. Dazu sei vorab angemerkt: Auch, wenn es zwischen den einzelnen Sportarten signifikante Unterschiede gibt, muss die Bekleidung doch immer dieselben Maßstäbe erfüllen: nämlich qualitativ hochwertig und praktisch zu sein.

Gut sitzen und bequem muss es sein!

Da man sich beim Sport stark bewegen muss, sollte die Kleidung nicht zu eng anliegen. Mit der Zeit kann das letztlich zu wunden Stellen, Abschürfungen oder schmerzhaften Abdrücken führen. Schwitzt man zusätzlich dazu stark, so können aus diesen Druckstellen schnell Entzündungen werden, die mehrere Tage weh tun können. Deshalb gilt: Enge Kleidung ist zwar für den Sport gut geeignet, jedoch sollte sie nicht zu eng anliegen und bei jeder Bewegung den Blick auf die Po-Ritze oder die Brüste freigeben. Schlimmstenfalls kann es dann nämlich beim Gewichtheben oder auf dem Surfboard zu aufplatzenden Nähten kommen. Und das will natürlich niemand er erleben. Daher sollte man seine Kleidergröße genau kennen. Dennoch weichen bei einigen Sportmarkenherstellern die Größen deutlich ab, weshalb man die Kleidung immer vor dem Kauf anprobieren und darin einige Schritte laufen sollte.

Mehr Bewegungsfreiheit, bitte!

Eigentlich wurde dieser Punkt bereits angesprochen. Da er aber so wichtig ist, möchte ich noch einmal detailliert darauf eingehen. Perfekte Sportbekleidung bietet dem Träger eine optimale Bewegungsfreiheit, die so weit geht, dass sich das Kleidungsstück wie eine zweite Haut anfühlt und weder beim Laufen noch beim Yoga stört. Das heißt, dass die Kleidung jede Bewegung problemlos mitmacht, ohne dabei zu rutschen oder einzureißen. Man möchte sich ja schließlich auf den Sport konzentrieren können. Und bei einigen Sportarten, etwa beim Schwimmen, kann man nicht bei jeder Bewegung seine Hose festhalten.

Atmungsaktives Material wird bevorzugt!

Da man beim Sport oftmals stark schwitzt – vor allem bei anstrengenden Übungen oder bei praller Sonne -, sollte man zu atmungsaktiver Kleidung greifen. Denn Baumwollshirts würden nach einiger Zeit am Körper kleben, was nicht nur aus ästhetischen Gründen schwierig ist. Denn durch das Anstauen des Schweißes im Material kann es letztlich dazu kommen, dass die Muskeln zu schnell auskühlen und man sich dadurch eine Zerrung oder eine Erkältung holt. Zudem ist ein vollgeschwitztes T-Shirt sehr unangenehm auf der Haut. Deshalb wird Sportbekleidung meistens aus atmungsaktiven Hightech-Materialien hergestellt, die den Körper zum einen vor Überhitzung schützen. Zum anderen wird der Schweiß nicht wie bei einem Schwamm aufgesaugt, sodass man sich länger frisch fühlt. Da viele Stoffe zusätzlich antibakteriell beschichtet sich, werden auch bei starkem Schwitzen übliche Gerüche vermieden.

Hallo, Zwiebellook!

Gerade im Winter kann die Wahl der richtigen Sportbekleidung schwierig sein. Am besten ist man aber bedient, wenn man sich nach dem Zwiebelprinzip kleidet, wobei die unterste Schicht unbedingt aus besonders atmungsaktiven Material bestehen sollte. So vermeidet man, dass man sehr schnell anfängt, zu frieren. Darüber trägt man Funktions-T-Shirt, je nach Kälte einen Fleece-Pullover und zum Abschluss eine Multifunktionsjacke, die wasser- und windabweisend ist. Im Beinbereich sollte man hingegen eine lange Unterhose aus Mikrofaser anziehen und darüber die Sporthose tragen. Handschuhe und Mützen helfen zusätzlich vor einer schnellen Auskühlung. Denn der Mensch verliert die meiste Wärme über den Kopfbereich. Ähnliche Vorkehrungen können beim Outdoor-Sport ganzjährlich getroffen werden. Auch hier gilt: Auf wetter- und windbeständige Kleidung setzen, die bei Kälte wärmen und bei Wärme kühlen. Das Material sollte also wetterunabhängig sein, sodass man es das ganze Jahr über verwenden kann.

Frauen setzen auf Sicherheit!

Als Frau darf man bei der Wahl der Sportbekleidung den Sport-BH nicht außer Acht lassen. Während bei normalen Aktivitäten ein normaler BH ausreichend stützt, ist das beim Sport nämlich nicht der Fall. Und besonders Frauen mit sehr großer Oberweite werden schnell unter Rückenschmerzen leiden. Für den optimalen Halt sollte man auf eine Kombination aus Kapselung und Kompression setzen, sodass die Brust zum einen in ihrer Bewegungsfreiheit etwas eingeschränkt wird, zum anderen eine gute Stütze gegeben wird. Deshalb sollte man beim Kauf seine richtige Größe kennen. Dafür misst man Zuhause oder im Geschäft mithilfe der Verkäuferin seinen exakten Unterbrustumfang. Wer nur leichte Sportarten wie Yoga oder Pilates ausübt, sollte auf einen Low-Impact-BH setzen. Bei größerer Belastung sind High-Impact-BHs ratsam.